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Palast „Topkapi Saravi“

Der zweite Besichtigungstag bricht an, das Wetter präsentiert sich mit blauem Himmel. Istanbul bietet unendlich viele Sehenswürdigkeiten, die einen viel längeren Aufenthalt als unsere geplanten zwei Tage benötigt, daher haben wir uns auf die Hauptattraktion konzentriert. Der „Topkapi Palast“ ist allerdings ein „Muss“, unser erstes Ziel für den heutigen Tag. Zunächst hieß es 20 TL Eintritt pro Person zu entrichten. Rein in den Park, eigentlich eine Oase der Ruhe, wäre da nicht das babylonische Sprachgewirr der Touristen aus aller Welt.

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Palast der Höfe

Der Palast besteht nicht aus einem einzigen Block, sondern aus mehreren einzelnen Gebäuden, die auf einen großen Garten getreu der türkischen Hausbauweise verteilt sind. Die mit der Zeit zunehmende Bedürfnisse des Hofes weiteten den Palast immer wieder aus, überall ist die Kunst der Osmanen sichtbar.

Bis zu 5.000 Menschen lebten in den Räumlichkeiten. Die weitläufige Anlage wurde bereits im 15. Jahrhundert angelegt und war mit seiner Größe von über 69 Hektar eine eigene Stadt. Wir schlenderten in den zweiten Hof, der dortige riesige Küchentrakt war leider geschlossen.

In den dritten Hof gelangt man durch das „Tor der Glückseligkeit“. Der Hof durfte nur nach ausdrücklicher Erlaubnis betreten werden. Hier befand sich der Thronsaal für Empfänge der höchsten Staatsbediensteten, der Wesire, und ausländischer Gäste. Wir schauten in verschiedene Räumlichkeiten, liefen im „Gänsemarsch“ an den Ausstellungsvitrinen vorbei, mit kostbaren Schmuck, Kelchen, Schwertern und vieles mehr. Erbaut wurde die Anlage auf der Spitze einer Halbinsel. Der Blick vom Palast, einer Terrasse des vierten Hofes, erlaubt eine beispiellose Panoramaaussicht auf Istanbul, den Bosporus und das Goldene Horn.

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Sultansharem

Jetzt noch den Eintritt für den Sultansharem entrichtet, weitere 15 TL waren fällig. Ein riesiges Gebäude, quasi eine kleine Stadt für sich, viele Räumlichkeiten, Innenhöfe und Kammern. Ein unübersichtliches Labyrinth, das die Bewohnerinnen des Harems nicht verlassen durften. Es gab hier eindeutige Hierarchien, die vier Hauptfrauen und die Mutter des Sultans führten das Regime. Was sich alles an Intrigen abgespielt haben soll, Eifersüchteleien und sogar Morde, um Erbfolgen zu sichern. Selbst die Eunuchen sollen verführt worden sein ... Dennoch kamen viele Frauen freiwillig in den Harem, den sie frühestens nach neun Jahren reich beschenkt verlassen konnten. Im Jahre 1909 war die Herrlichkeit vorbei, über 200 Haremsdamen verließen den Topkapi Saravi von Istanbul.

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Die Einrichtung der Räume des Harems zeugt vom unermesslichen Reichtum der osmanischen Herrscher.

Nur edelstes Baumaterial wie Marmor und Tropenhölzer, kostbarste Teppiche und teuerstes Mobiliar wurden verwendet; zudem wurde sehr viel Gold zur Ausschmückung und Verzierung verarbeitet.

Dieser Tourist aus Fernost bestaunte die Pracht auf seine Art, er traute der Luft in diesem Räumen allerdings nicht.

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Die “Apartments” des Kronprinzen im wohl berühmtesten und größten Harem seiner Zeit mit einer Wohnfläche von ca. 6.700 qm mit bis zu 1.600 Bewohnern.

Unten: Herrliche Fenster und Mosaikarbeiten.

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Der Innenhof des Harem bietet eine wundervolle Aussicht auf die Stadt und den 67 Meter hohen Galataturm am Nordufer des Goldenen Hornes. Ab dem 16. Jahrhundert wurde er als Wachturm genutzt, gegen Ende des Osmanischen Reichs als Feuerwache. Heute dient er Touristen als Aussichtsplattform.

Das Wort Harem leitet sich vom arabischen Wort Haram - verboten ab. Noch immer regt er die Phantasien vieler Menschen an, doch was sich tatsächlich hinter den Haremsmauern abspielte kann trotz verschiedener Quellen nicht wirklich wiedergegeben werden, da es nur dem Padischah erlaubt war das Gelände zu betreten.

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Schiffsrundfahrt durch den Bosporus

Nach einer Mittagspause liefen wir zu den Anlegern der Rundfahrtschiffe, eine Fahrt durch den Bosporus war unser Ziel. Die Menschen entlang des Ufers am Bosporus nutzten den schönen Tag um zu Angeln, zu Relaxen und zum Plaudern.

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Rundfahrt auf dem Bosporus

In der Nähe der Galatabrücke liefen die Schlepper der einzelnen Reedereien herum und köderten lautstark die Touristen. Auf ein Angebot haben wir uns eingelassen, statt der üblichen 20 TL für 1½ Stunden Rundfahrt wurden 15 TL angeboten, aber erst nachdem wir uns abgewandt hatten. Nach kurzer Wartezeit saßen wir mit anderen Touristen in einem Kleinbus, der uns zu dem etwas entfernten Anleger brachte. Eine halbe Stunde mussten wir bis zur Abfahrt warten.

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Das Wetter war optimal, die Fahrt mit dem nicht mehr ganz jungen zweistöckigen Schiff dauerte sogar gut zwei Stunden, denn einige Passagiere wollten auf der anderen Seite des Bosporus aussteigen. Die Fahrt ging vorbei an prächtigen Palästen und Hotels, wir unterquerten auch die modernen Brücken über den Bosporus.

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Eine großartige Schiffsfahrt in die untergehende Sonne, mit der Skyline Istanbuls. Wir waren begeistert. Anschliessend schlenderten wir an den schaukelnden Booten vorbei, auf denen Fisch gebraten wurde.

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Den gestern nicht besuchten Gewürzmarkt haben wir heute nicht weit von der Anlegestelle besucht. Es gibt sogar noch einige Gewürzstände, aber überwiegend ein touristisches Angebot. Eine Mischung von türkischen Süßigkeiten aller Art gab es zum „Abendpreis“, lecker, sehr lecker. Sogar „türkische Viagra“ war dabei, mit Wahlnüssen gefüllte Feigen.

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Auf dem Weg zurück zum Stellplatz fanden wir an einer kleinen Moschee diese Erklärung über Allah. Unvollständiges Wort Zeile 2.: Angefleht

Der Abend endete in dem uns schon bekannten gemütlichen Lokal, ein anstrengender, aber perfekter Tag!

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