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Istanbul, die Sehenswürdigkeiten   

Die Nachtruhe war soweit angenehm, da der starke Verkehr nachts deutlich nachließ. Das Wetter am Morgen war noch immer kühl, viele Wolken, nur hin und wieder ein wenig Sonne. Aber immerhin, es regnete nicht. 

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„Blaue Moschee“

Die „Blaue Moschee“ oder “Sultan-Ahmed-Moschee” war unser erstes Ziel, zunächst eine Überraschung, die Besichtigung kostete keinen Eintritt.

Die Moschee ist eins der berühmtesten Bauwerke Istanbuls, ein Meisterwerk türkischer Baukunst. Sie ist vorwiegend in Blau gemalten Dekor geschmückt. Die hohe Kuppel offenbart die Schönheiten dieser Dekorationen. Da bleibt einem mehr oder weniger der Mund offen stehen ... Einfach herrlich!

Zusammen mit Hunderten von Touristen betraten wir den Kuppelbau.

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Natürlich war es Pflicht, sich die Schuhe auszuziehen. Am Eingang wurden Plastiktüten ausgegeben, damit man seine Schuhe dort verstauen und mitnehmen konnte. Ein (noch) älterer Herr versuchte, die Tüten über seine Wanderschuhe zu stülpen. Aber man machte ihm klar, bitte die Schuhe ausziehen und auf Socken die Moschee betreten.

Die Moschee ist eines der wenigen islamischen Gotteshäuser der Welt mit sechs Minaretten. Nur die Hauptmoschee in Mekka hat eines mehr, das angefügt wurde, als die Sultan-Ahmed-Moschee sechs erhielt. Gemäß Hofchronisten hatte der Sultan bei der Auftragsvergabe vom Architekten verlangt, die Minarette zu vergolden.

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Da das aufzuwendende Blattgold aber das ihm vorgegebene Budget vollkommen überschritten hätte, „verhörte“ sich Mehmet AÄŸa und machte aus dem türkischen Wort altın („Gold“) die Zahl altı („sechs“).

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Museum „Hagia Sophia“

Eins der bedeutungsvollen Sehenswürdigkeiten der Welt, die “Hagia Sophia” kann man gegen 20 TL Eintritt pro Person bewundern. Ein mächtiges Bauwerk, die „Kirche der göttlichen Weisheit“, die ab 532 in nur fünf Jahren erbaut wurde. Als christliche Kirche war sie 1.000 Jahre lang das geistliche Zentrum der Bytzantinischen Herrscher. Die Osmanen machten sie zu ihrer Hauptmoschee. Einzigartig ist der Mosaikenschmuck, der auch von der Empore aus zu bewundern ist. Durch die 60 Fenster der riesigen Kuppel fällt Licht in den mit vielen Säulen gestützten prächtigen Hauptraum der einstigen Kirche. Große Rundschilde mit den Namen Allahs, Mohammeds und der wichtigsten Kalifen beherrschen den Raum.

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Und schon waren wir wieder im Gewühl, Touristenschwärme aus aller Welt. Viele Einheimische wollen sich ein Scheinchen aus dem Portmonees der Touristen erobern. Da buhlten die Schuhputzer um Kundschaft, fliegende Händler wollen Postkarten verkaufen, Frauen bieten Schals an, aber auch Sesamkringel, Flöten und Reiseführer werden auf Schritt und Tritt günstig angeboten. Manchmal fiel es schon schwer, immer freundlich abzulehnen.

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Als Krönungskirche der byzantinischen Kaiser (seit 641) und Ort wichtiger historischer Geschehnisse ist die Hagia Sophia in besonderer Weise mit der byzantinischen Geschichte verbunden. Ihr Bau und ihre Symbolkraft war von außerordentlich hoher Bedeutung für die orthodoxe Christenheit und das Reich. Daher gilt sie den meisten Christen noch heute als großes Heiligtum.

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Yerebatan Zisterne

Wie ein versunkener Palast wirkt die riesige Zisterne aus dem 6. Jahrhundert. Viele Säulen stützen den Wasserspeicher, zum Teil fantastisch verziert, bis hin zu mit Köpfen der Medusa. Über Holzstege lassen sich die riesigen Ausmaße erkunden, wenn man 10 TL Eintritt gezahlt hat.

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 Zur Freude der Touristen hat man wieder ein wenig Wasser geflutet, es sind etliche, zum Teil sehr helle bis weiße Fische zu beobachten.

Wenn man das Glück hat und das von der Decke tropfende Wasser auf sein Haupt bekommt, dann soll man um mindestens 15 Jahre Jünger aussehen, so wird erzählt.

Der Glaube allein ...

Der Autor hat sogar zwei Tropfen auf sein schütteres Haupthaar abbekommen, schaut jetzt jeden Morgen erwartungsvoll in den Spiegel …

Die 138 m lange und 65 m breite unterirdische Zisterne wurde in ihrem heutigen Zustand zwischen 532 und etwa 542 unter Kaiser Justinian als Wasserspeicher angelegt. Sie hat ein Fassungsvermögen von ca. 80.000 m³.

Zwölf Reihen von 28, insgesamt also 336 jeweils 8 m hohen Säulen tragen das Gewölbe. Das Wasser, das in bester Qualität aus dem Belgrader Wald im Hochland westlich von Istanbul kam, diente zur Versorgung des kaiserlichen Haushaltes.

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Die weltbekannte Metropole lockt alljährlich unzählige Touristen aus aller Herren Länder an.

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Eine große Gruppe Pilger (?) aus dem Iran entlud sich aus zig Reisebussen. Eine exotische Ansicht...

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Das Hippodrom war einst Schauplatz für sportliche Spiele und Zentrum des öffentlichen Lebens Konstantinopels und wurde unter Kaiser Serverinus Septimus ca. 203 n.Chr. gegründet. Die älteste Säule ist der Ägyptische Obelisk von Theodos, der aus dem 15. Jahrhundert v. Chr. stammt.

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Der Deutsche Brunnen wurde im Jahre 1900 im Andenken an den Besuch des deutschen Kaisers Wilhelm II in Istanbul im Jahre 1898 errichtet. Er wurde in Deutschland hergestellt und in einzelnen Teilen nach Istanbul verschickt um dort an seinem heutigen Ort zusammengesetzt zu werden.

Kapali Carsi (Großer Basar)

Groß ist der Basar in der Tat, ein eigenes überdachtes Stadtviertel, von einer Mauer umgeben und mit 11 Eingängen versehen und rund 4.500 Geschäften. Das Angebot ist vielfältig, Schmuck, edle Pelze, Lederwaren, Teppiche und vor allen Dingen Souvenirs aller Art. Im Vergleich zu dem Basar von Sanliurfa ein touristischer Basar, nett anzusehen, aber irgendwie keine Attraktion. Aber wenn der Autor eine Frau wäre, dann wäre „Sie“ um vieles begeisterter. Gut 2 ½ Stunden haben wir uns dennoch dort umgesehen, nur einen Schal als Mitbringsel, nach konsequentem Handeln, statt für 28 TL, für 10 TL erstanden.

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Draußen empfing uns leichter Regen.

Galatabrücke - Tierbasar

Die Füße schmerzten schon, aber runter zur Galatabrücke sind wir dennoch gelaufen. Dort bewunderten das vielfältige Treiben, die unzähligen Angler und verzehrten an einem gut frequentierten Grillfischstand frisch gegrillten Fisch in einem größeren Brötchen, mit ein wenig Salat und Zwiebeln. Für 4,50 TL ein leckerer Snack, der gerade recht kam, denn der Magen meldete sich.

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„Yeni Valide Moschee“ - Neue Moschee

Auf der Suche nach dem Gewürzbasar warfen wir einen Blick in den Innenhof der „Neuen Moschee“, die 1663 fertiggestellt wurde. Aus Geldmangel dauerte der Bau über 66 Jahre. Das ist nichts gegen 632 Jahre Bauzeit des 880 endlich eingeweiht wurde.

Auch hier eine beeindruckende Architektur. Da gerade ein Gottesdienst abgehalten wurde, verzichteten wir die Moschee im Inneren zu besichtigen.

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Am Gewürz Basar sind wir vorbei gelaufen, dafür haben wir uns einen Haustier Basar angesehen, wo Kaninchen, Ziervögel, Gänse, Hühner und Hunde usw. im Angebot waren. Das Zubehör für die „Lieben“ wurde auch angeboten und Futter in großer Auswahl. Das haben wir in dieser Stadt so nicht vermutet.

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Der Blick vom Stellplatz auf den Bosporus

Ein langer Tag voller Attraktionen ging zu Ende, der Abend diente zum relaxen und stärken für den nächsten Tag. Das Wetter hatte sich bis auf ein paar Tropfen halbwegs gehalten. Gutes Wetter erhofften wir uns für den morgigen Sonntag. 

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