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Besichtigung „Ishak Pasa Sarayt“

Die Nachtruhe war unterbrochen von bellenden Hunden, die sich regelmäßig „austauschten“. Bei strahlenden Sonnenschein erklimmten wir den Fußweg direkt vom Stellplatz zum Palast und entrichteten 3 TL Eintritt.

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Über 300 Meter hoch über der Stadt auf einem steilen Felsen wurde die Burg errichtet, die bereits 1389 als Beobachtungsposten an der Seidenstraße ihren Ursprung hat.

Ishak Pasa, ein osmanischer Provinzgouverneur ließ das Schloss im 18. Jahrhundert mit 366 Zimmern errichten, mit mehreren Bädern, Harem und Küchengebäuden. Natürlich durfte eine Moschee nicht fehlen.

Selbst eine „moderne“ Stehtoilette war vorhanden.

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Die großen Audienzräume sind ebenfalls noch zu besichtigen. Die gesamte Fläche beträgt fast 6.000 qm, der Baustil ist ein Gemisch aus persisch, seidschukisch und osmanisch, was man auch sonst noch rein interpretieren möchte.

Bei der Besichtigung der restaurierten Anlage kann man sich ein gutes Bild über das aufwendige Leben seinerzeit verschaffen. Kritische Augen (Bild oben) stören vielleicht die modernen Dachabdeckungen, die allerdings die historischen Räumlichkeiten von den Einflüssen der Witterung schützen. Aus den Fenstern hat man immer wieder einen weiten Blick auf die Landschaft, die in der Ferne im deutlichen Dunst verschwand. Vor der Anlange befand sich ein alter Friedhof.

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Wasserfall „Bendimahi elalesi“

Das Gebiet, das wir heute durchfuhren, ist vulkanischen Ursprungs. Recht problemlos überquerten wir den Pass „Tendürek Gecidi“ in 2.644 Meter Höhe, nicht weit von der iranischen Grenze.

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Nach einem Einkaufsstopp hielt Kalle plötzlich am Straßenrand an, eine Pinkelpause? Wir rollten langsam weiter. Aber selbst nach einiger Wartezeit, kein Reisemobil folgte uns. Nach einigen Irritationen und Austausch von SMS fanden unsere Mobile wieder zusammen.

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Wasserfall „Bendimahi elalesi“

Nahe dem Dorf Degerbilir stürzt sich ein Fluss mit einem eindrucksvollen, breiten Wasserfall in eine tiefe und enge Schlucht. Das Naturschauspiel lässt sich auf der gegenüberliegenden Seite, die man über eine schwankende Hängebrücke erreicht, am besten betrachten. Ein wunderschönes Naturschauspiel.

Für das beliebte Ausflugsziel sind 5 TL Parkgebühren zu entrichten. Fast hätten wir hier die Übernachtung vorgenommen, aber aufziehende dunkle Wolken vereitelten das Vorhaben draußen zu sitzen.

Igdir - Tatvan

Fahren wir doch noch zum Van-See? Der See mit seinem sodahaltigen „seifigen“ Wasser, der größte der Türkei, siebenmal größer als der Bodensee und über 400 Meter tief. Es fing an zu regnen, am See herrschte ein ordentlicher Sturm. Ein möglicher Stellplatz, ein Parkplatz an einer Taverne, der Wirt begrüßte uns freundlich, wurde wegen des Sturmes und der nahen Straße verworfen. In einem Dorf waren uns die ärmlichen Häuser nicht geheuer, die Kinder kamen sofort in Scharen angelaufen. Weiter nach Van. Es wurde bereits dunkel, es regnete wieder und starker Verkehr empfing uns in der Stadt. Eine Übernachtungsmöglichkeit war unter diesen Bedingungen nicht auszumachen.

Schließlich landeten wir nach langer mühevoller Fahrt auf dem einfachen Campingplatz gegenüber der Insel Ahtamar, (auch Akdamar) „Turistik Dinleneme Tesisleri“, in der Nähe die Ablegestelle zur der Insel Ahtamar in Gevas. Der Campingplatzbesitzer ließ sich von 20 TL auf 15 TL herunterhandeln, da wir auf Strom und Duschen verzichteten. Es wurden uns Stellplätze nur zwei oder drei Meter vom Strand des Sees zugewiesen.

Turistik Dinleneme Tesisleri

Das Restaurant war mehr als nüchtern eingerichtet, der gebratene Fisch aus dem See war ganz ordentlich. Mit Salat und speziellen dünnen Brot und zwei Efes-Bier (stolze 6 TL für die 0,5 l Flasche) wurden 40 TL verlangt. Aber der „Türk Mokka“ ging auf Kosten des Hauses. Nach der langen Fahrt riefen früh die Bettzipfel, der leichte Wellenschlag lullte uns in den Schlaf.

Insel Ahtamar

Der nächste Morgen begrüßte uns mit strahlendem Sonnenschein, also die Stühle raus gestellt und den Blick auf den Van-See und die Insel Ahtamar genossen.

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Mit dem Boot (5 TL) am heutigen Sonntag die Insel Ahtamar (3 TL) zu besuchen war kein Problem, während der Autor am Strand relaxte. Viele türkische Familien nutzen das angenehme Wetter für einen Besuch auf der Insel, so der Bericht der Ausflügler.

Die Reliefdekorationen an den Außenwänden der ehemaligen Klosterkirche sind sehenswert. Die Motive stellen u. a. Adam und Eva dar, David Und Goliath, das Jesuskind, Christus und vieles mehr. Innen sind noch Reste von Malereien zu erkennen.

Die türkischen Besucher erfreuten sich an den deutschen Touristinnen und ließen sich lachend gemeinsam fotografieren.

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Tagsüber wurden wir auf dem Campingplatz dreimal mit Tee versorgt, den wir gerne tranken. Ein älterer Türke ließ sich fotografieren und schrieb die Anschrift auf, an der das Foto gesandt werden sollte. Das Wetter hielt sich bis auf einige Wolken, so konnte unser optimaler Stellplatz direkt am See bis zum Abend genossen werden. Mit Einbruch der Dunkelheit überfielen uns Reisemobilisten tausende von winzigen Mücken, die auf Licht ansprachen, allerdings nicht stachen.

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Ruhetag

Es folgte ein Tag der Ruhe am Ufer des Sees, das war auch gut so, unseren Reisemobilfreund Kalle erwischte in der Nacht Montezumas Rache aus „allen Öffnungen“, die ihm ordentlich zu schaffen machte.

Viel relaxen, lesen und Zeit die Einrichtung des Campingplatzes zu fotografieren, den „Spielplatz“, die Wasserversorgung, die Dusche mit „Sicherheitsgeprüfter“ Leiter, das WC, das Waschbecken, die Sitzgelegenheiten im Grünen.

Irgendwie eine verwunschene Ecke, aber auch irgendwie angenehm zu dieser Nachsaisonzeit. 

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Die türkischen Arbeiter, die eine Teepause auf dem Betonsteg machten, den sie mit Natursteinen aus dem See verkleideten.

Die zwei „Dus“ (Duschen) waren ein ein vergammelter Stoffvorhang verdeckte den Blick auf den See, der Abfluss im Zementboden endete auch dort ... Aber Duschen mit Blick auf den See, das wäre sicherlich auch ein Erlebnis gewesen.

Der schwarze Warmwasserspeicher auf dem Dach sollte das Duschwasser liefern, wie lange das Wasser dort bereits warm und kalt wurde? Mal wieder wussten wir die Duschen in unseren Mobilen zu schätzen.

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Das Gelände als Campingplatz zu bezeichnen, ist aus europäischer Sicht schon vermessen, einfach ausgestattet ist noch geschmeichelt.

Eine Schafherde weidete auf der Wiese, eine Kuh kaute Gras, andere Gäste waren nicht vorhanden.

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Wir entrichteten unsere 45 TL für 3 Übernachtungen und fuhren mal wieder durch eine schön anzusehende Berglandschaft „Kurdistans“ nach Tatvan, einer Kleinstadt am Van-See. 

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Den kleinen Pass mit 2.234 Meter Höhe haben wir mal wieder locker bewältigt.

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Eine Baustelle erfreute uns ... aber dann wieder Top-Straßen.

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Die Schulkinder begrüßten unsere Reisemobile johlend.

Dieses Kleinkind hat noch ein wenig Zeit bis zur Schule.

Es gab in der Stadt Tatvan nichts aufregendes zu besichtigen, außer einer Kuh mitten im Ort.

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Aber viele Einkaufsmöglichkeiten und ein modernes gepflegtes Einkaufszentrum.

Unmittelbar vor der Mittagspause besuchten wir eine Bank, zu einem vernünftigen Kurs konnten Euros in türkische Lire eingetauscht werden, wenn auch das freundliche Personal unsicher war, wie der Buchungsvorgang zu bearbeiten war.

Nach einem Einkauf fuhren wir noch eine Tankstelle an, die einen günstigen Preis für „Motorin“ auswies, Pustekuchen, an der Zapfsäule war ein wesentlicher teurerer Preis, also weg. Man kann es ja mal versuchen ... 

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