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Giresun - Tirebolu - Besikdüzü

Nach dem Frühstück rollten wir nach einem frühen Bad im angenehmen Meer auf besten Straßen nach Giresun, leider fanden wir keine ortsnahe Parkmöglichkeit. Am Straßenrand wurden Haselnüsse getrocknet.

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Unterwegs eine Besichtigung eines kleinen Hafens. Fischerboote auf der einen Seite, eine kleine Werft auf der anderen Seite. 

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Tirebolu

Also weiter nach Tirebolu, dort gibt es zwei kleine Strände, die als Übernachtungsplatz lockten. Den ersten Strand haben wir angefahren. Gegenüber der Straße dröhnten entsetzlich laut Pressluftbohrhämmer, ein Teil eines Felsen wurde abgebaut. Wir machten lange Gesichter.

Schauen wir doch weiter, kaum um die Ecke gefahren, sahen wir viele Klein-Lkws, die Ursache war ein großer Markt. Den müssen wir uns ansehen! Aber entlang der Innenstadt war alles zu geparkt, also umgedreht und zurück zu dem Bohrhammer-Strand, von dort waren es nur einige Minuten zu Fuß zu dem interessanten Markt.

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Es wurde gebettelt.

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Hier versorgte sich die einheimische Bevölkerung, auch aus den umliegenden Dörfern, mit allen nur erdenklichen Produkten. Vom Büstenhalter über Schuhe, Käse, Gemüse, Haushaltsartikel, Werkzeug und vieles mehr. Ein wenig Obst und eine besondere Brotsorte mit riesigen Brotlaiben (dunkler Teig, sehr lecker) dieser Gegend um Trabzon konnten wir erstehen.

Ein längeres Erlebnis war der Besuch einer Bank, um einige Euros in türkische Lire zu tauschen. Es wurden Nummern ausgegeben, die gut 20 Menschen vor uns wurden von zwei netten jungen Frauen in „nur“ einer knappen Stunde abgefertigt. Aber der Raum war klimatisiert und der Kurs mit 1,95 TL für einen Euro günstiger als Zuhause. 

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Übernachtung in Besikdüzü

Wo bleiben wir heute Nacht? Die Schnellstraße verlief direkt an der Küste und schnitt den Zugang zum hin und wieder vorhandenen Strand ab. In Besikdüzü nahmen wir die Ausfahrt zum Hafen, der zunächst nicht einladend aussah. Es wühlte sich am Ufer lärmend ein Bagger durch die Steine der Befestigung. Bald standen zwei Männer neben den Mobilen, wir sollten weiter fahren, hinten an das Hafenende.

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Trabzon - Kloster Sumela

Am Vormittag erreichten wir bald die Provinzhauptstadt Trabzon, schnell fanden wir Dank guter Orientierung Kalles eine Parkmöglichkeit für die erste Besichtigung des Tages.

Die hiesige „Hagia Sophia“, eine byzantinische Kirche aus dem 13. Jahrhundert wurde restauriert und ist heute ein Museum. Sie weist einige sehenswerte Freskenmalereien aus.

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Wir sahen dort ein Restaurant und eine Miniwiese am Wasser, passt doch! Der Besitzer des Restaurants begrüßte uns, später ließen wir uns dort nieder und bestellten gebratenen Fisch, für 50 TL zu viert, lecker zubereitet. Manchmal wird man allerdings das Gefühl nicht los, es werden gewisse Touristenzuschläge erhoben.

Ein weiteres Reisemobilpaar (das erste deutsche Reisemobil auf unserer Tour tauchte auch in dem Hafen auf) aus IGB saß bald am Nebentisch, zwei (!) Fernseher übertrugen ein Fußballspiel Trabzon gegen Irgendwen, viele Einheimische auf der Terrasse freuten sich über das 1:0. Am nächsten Morgen erfuhren wir, Trabzon hatte 1:3 verloren, die Fans hätten mit hängenden Köpfen das Lokal verlassen. 

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Unter dem Osmanen diente die von einem gepflegten Garten umgebene Kirche jahrhundertelang als Moschee. Herrliche Freskenmalereien boten sich unseren Augen.

Ein Blick von der Klostermauer auf eine Idylle auf einem Hausdach und unseren geparkten Reisemobilen.

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Eigentlich stand noch die Innenstadt auf dem Programm, wir fanden auch einen „Oto Park“ (Autoparkplatz) zum parken, weit abseits der Innenstadt neben einem Busbahnhof, ein „TAKSI“ wäre erforderlich gewesen. Wir verstanden 5 TL pro Stunde für das Parken.

Der Lärm und der optische Eindruck der Umgebung ließ uns die Flucht ergreifen. Hier ein Blick auf einen Schrottplatz mitten in der Stadt.

Besichtigung Sumela-Kloster

Rund 60 Kilometer südlich von Trabzon liegt das berühmte Sumela-Kloster (Marienkloster) in 270 Meter Höhe in eine Felswand „geklebt“. Die Straße wurde immer schmaler und windete sich einen Berg hinauf. Zunächst entrichteten wir den Eintritt von 10 TL in den Altindere-Nationalpark. Die Straße wurde noch schmaler und kurvte sich weiter bergauf. Die erste Parkmöglichkeit war ein Restaurant, hier war alles zu geparkt. Von dort führt ein knapp einstündiger steiler Fußweg zum Kloster.

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Jemand deutete, weiter fahren, nach ca. 3 Kilometer käme ein weiterer Parkplatz. Nun wurde es teilweise sehr eng, nur im ersten Gang schlichen die beiden Mobile durch einige Haarnadel-Serpentinen und schmale Passagen, bis uns die Haare zu Berge standen! Etwa einen Kilometer vor dem Kloster fanden wir Parkmöglichkeiten, puh! Hinter uns tauchte ein türkisches Reisemobil auf, ein uralter Ford Transit mit Alkoven, die Marke war nicht definierbar. Der Besitzer begrüßte den Autor freundlich und bewunderte den „Big Grasshopper“.

Leider verschwand just bei unserer Ankunft das fanatische Kloster in den Wolken, die einen leichten Nieselregen auslösten. 

Dennoch kletterten wir den steilen Fußweg zum Kloster hinauf, bezahlten pro Person 8 TL Eintritt, stiegen eine steile Treppe mit 67 Stufen hinauf und standen bald im tiefer gelegenen Innenhof. Rechts der Wohntrakt mit den Mönchszellen, die nicht zugänglich waren. Links eine schöne mit Fresken bemalte Grottenkapelle.

Die Anfänge des Klosters sollen im 5. Jahrhundert liegen, bis ins 19 Jahrhundert blieb Sumela ein bekannter Wallfahrtsort, wegen der angeblich vom Evangelisten Lukas gemalten Marienkrone. Die Wandmalereien sind teilweise schon „historisch“ mutwillig zerstört, bis hin zu unglaublichen Schnitzereien der heutigen Zeit. 

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Die Rückfahrt war streckenweise etwas abenteuerreich, bei Gegenverkehr hieß es gut aufpassen, nur wenige Zentimeter zwischen den Fahrzeugen. Ein kleiner Unfall mit Blechschäden zweier Pkws, an denen wir unsere Mobile vorbei quetschen mussten, trieb den Blutdruck nach oben. Reisemobileigner mit Mobilen über 6 Meter Länge und längerem Überhang, sollten sich schon überlegen den Weg zu nehmen. In einem Reisebericht wurde berichtet, das der Eigner sich die hintere Stoßstand abgerissen hatte.

Aber dann hatten wir auch diese Strecke bewältigt. Nach einigen Kilometern blieben wir an einem bereits geschlossenen (keine Saison mehr) Restaurant stehen, erst einmal durchatmen. Dann überlegten wir eine Übernachtung. Die Entscheidung hat uns der Besitzer des Restaurants erleichtert, sein kleiner Sohn brachte uns sogar Plastikstühle. Später tauchte das Reisemobil aus IGB auf, es schloss sich ein längerer Plausch mit dem Paar an.

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Uzungöl

Die Nacht war soweit ruhig, der Besitzer des Restaurants kam am Morgen mit einem Stapel Erfrischungstüchern als “Präsent”. Für die Kinder gab es vorher Schokolade, für den Chef einige Zigaretten. Das Wetter ließ uns mal wieder ein wenig im Stich, leichter Regen begleitete die Fahrt entlang der Küste. Die Straße zum kleinen Uzungöl-See in etwa 1.200 Meter Höhe durch eine schöne Landschaft war zunächst mühsam. Kilometerlang holperten wir über den Schotter einer Baustelle, die Straße wurde verbreitert. Am Ziel erinnerte uns die Landschaft an die Alpen. Der See ist eine „Hochtouristenzone“, mit vielen Motels und Restaurants und etlichen Souvenirgeschäften. Aber dennoch beschlossen wir zu bleiben, der Parkplatz am See kostete allerdings stolze 20 TL, einschließlich einer Übernachtung.

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Angepriesen wird der Ausflugsort neben den Wandermöglichkeiten auch wegen der vielen „guten Fischrestaurants“, die stets frische Bachforellen anbieten. Am Abend waren die Lokale leer, nicht immer einladend, eins bot zwei „Alabalik“ (Forellen) mit Salat und Fladenbrot für 10 TL an, den Tee zum Schluss gab es gratis. Die Forellen waren nicht gerade riesig, aber durchaus schmackhaft gebraten. Am Abend waberte Nebel über den See, der zeitweise die gegenüberliegenden, mit bunten Lasern angestrahlten, Moscheen verschwinden ließ.

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Am nächsten Morgen sah das ganz anders aus!  

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