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Todra Schlucht bis Tamtattouchte

Ab Tinerhir den Abzweig Richtung zur Todra-Schlucht gefahren, eine sehenswerte Strecke.

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Die rötlichen Felswände der Schlucht ragen steil bis 300 Meter in den blauen Himmel. Die schmale, zum Teil löchrige Straße schlängelte sich entlang des Flusses weiter bis Tamtattouchte. An mehreren Stellen Geröllniedergang, der allerdings geräumt war.

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Die Auberge mit Campingplatz Chez Baddau kannten wir von unserer Tour 2014, hier hat sich vor Jahren ein deutsches Ehepaar „künstlerisch“ betätigt, schööön.... Vorbeigefahren, noch unentschlossen, durch den trostlosen Ort Tamtattouchte bis auf etwa 1.800 Meter Höhe. Dann können wir auch zu dem Berber Restaurant und Campingplatz Taghgrot fahren, die 7 Kilometer „gute“ Piste sollen ja laut Reiseführer für alle Arten von Reisemobilen zu befahren sein. Nur haben wir uns zu spät entschieden und die alte Piste erwischt, wie wir später erfahren haben. Es rumpelte ganz ordentlich, ohne Allrad wären wir an mindestens zwei Stellen, wo jüngst tief ausgespülte Furten mit steilen Ab- und wieder Auffahrten zu überqueren waren, gescheitert.

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Der junge Mann des Campingplatzes staunte ein wenig, als wir ihm beim Begrüßungstee klar machten, wo wir hergefahren sind. Die Piste Richtung Dadesschlucht hat er für unser Mobil verneint, da wegen Geröllabgang nach heftigen Regen, die Spur nur für schmale Fahrzeuge geeignet wäre. Von der Stellfläche gab es eine fantastische Aussicht in die kahle Berglandschaft, die vom Sonnenuntergang verzaubert wurde.  

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Der Platz wird von einer Berberfamilie betrieben, damit der Lebensunterhalt nicht vom betteln abhängig ist, so hat Edith Kohlbach in ihrem Campingführer geschrieben. Wir haben uns verwöhnen lassen, es gab Gemüsesuppe und ein Berberomelette, als Nachtisch Clementinen, es hat alles prima gemundet. Der kleine Blechofen war schnell angeheizt, so war der Raum ganz angenehm temperiert. Allein für die Momente des heutigen Tages hat sich die Tour nach Marokko schon gelohnt... Der junge Mann bekam von uns Kleidung und Schuhe, die er für seine 11köpfige Familie und Freunde verteilen wollte.

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Am nächsten Morgen haben wir 150 Dirham für das Essen und die Übernachtung bezahlt, na ja... Aber wir durften uns noch was aus dem „Giftshop“ aussuchen, so kamen wir an einen türkisfarbenen Schal und eine Halskette als Berberschmuck. Die Zupfinstrumente aus Dosenblech lockten uns nicht. 

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Weitere Schluchten bis Goulmina

Diesmal nahmen wir die „gute“, aber staubige und problemlose Piste zurück zur Straße, auch hier tauchte eine Schar Berberkinder aus dem Nichts auf. Diesmal ließen wir uns erweichen, etliche Bonbons ließen die Gesichter strahlen.

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Über Alt Hani, Assoul, Amellago führte die asphaltierte Straße nach Goulmina. In den manchmal sehr trostlosen Orten liefen uns immer wieder Kinder entgegen und winkten, wir sollten anhalten. Da wir das nicht gemacht haben, griff doch ein Knips nach einem Stein, den er uns nachwarf, Gott sei Dank war der Wurf ungeschickt. Das war der erste Steinwurf, denn wir in den fünf Reisen nach Marokko erlebt haben. Die Strecke war landschaftlich überaus sehenswert, führte bis auf eine Hochebene auf 2.000 Meter. Die Rheris und Assolu Schluchten waren beeindruckend, gewaltige Felsformationen türmten sich auf. Immer wieder wurden die Reifen des Mobils gespült, da die holprigen Betonfurten nach den Unwettern noch nicht alle trocken waren. In einer Stadt gerieten wir in das Gewühl eines Straßenmarktes, im Schritttempo schlängelten wir uns durch die Menschen.

Ab hier sprechen die Bilder...

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Dann düsten wir die N10 bis nach Tinerhir, der dortige Campingplatz Ourti nahm uns für eine Nacht auf. Sogar eine Ver- und Entsorgungsstation für Reisemobile war vorhanden, sowie ordentliche Sanitäranlagen. Im dazugehörigen Café war WiFi möglich, dort saßen ausschließlich Männer, die Karten spielten, man amüsierte sich auch ohne Alkohol.

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In der flachen Landschaft ein Tor zur nächsten Region, im Hintergrund die schneebedeckten Gipfel des bis zu 4.000 Meter “žHohen Atlas”.

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