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Marokko mit dem Reisemobil im Februar und März 2012

Januar 2012: Die Würfel sind gefallen, die Fähre von Genua nach Tanger ist gebucht. Marokko (Wikipedia), eine Sehnsucht? Ja, vor allen Dingen nach den faszinierenden Wüstenlandschaften! Immer wieder haben wir uns gesagt, wir müssen mal wieder nach Marokko. Denn Anfang 2005 haben wir das Land mit einer Gruppe bereist und waren begeistert. Jetzt fahren wir mit Reisemobilfreunden, die wir in Griechenland kennengelernt haben und organisieren die Reise selbst.

Flagge_Marokko

Sofort haben wir die ängstlichen Mobilsten gehört, die wegen der Sicherheitslage auf keinen Fall dort hin reisen würden. Dazu hat Edith Kohlbach, deren wunderbaren Campingführer wir gekauft haben, geschrieben:

“Das Auswärtige Amt rät bei Aufenthalten in Marokko - wie in allen Ländern der Region - zu erhöhter Aufmerksamkeit. Dies gilt insbesondere für Orte, an denen sich Touristen aufhalten, sowie für religiöse Kultstätten. Im wüstenartigen marokkanischen Grenzgebiet zu Algerien könnten Reisende besonderen Gefährdungen ausgesetzt sein.”

Hierzu muss angemerkt werden: Das touristisch besonders interessante Gebiet Merzouga - Taouz - Mhamid - Foum Zguid - Tata ist bewohnt und wegen der Grenznähe von starker Militärpräsenz. Es erscheint hier, dass das Auswärtige Amt sich nur absichern will, von den tatsächlichen örtlichen Gegebenheiten aber wenig Ahnung hat. Ganz davon abgesehen haben die USA im Herbst 2010 auch für Deutschland eine Reisewarnung herausgegeben. Die Welt ist unsicher geworden, wie die Anschläge in Oslo oder die blutigen Krawalle in London im Sommer 2011 zeigten. Es kann überall etwas passieren, auch in Deutschland. Aber wenn in einem islamischen Land etwas passiert, wie zum Beispiel der schreckliche Anschlag auf das Café Argana in Marrakech im April 2011, reagieren die Menschen sehr emotional und stornieren sofort ihre Reisen. Kein Mensch hat jedoch Reisen nach USA, Spanien, Frankreich, Norwegen oder England storniert, trotz Anschlägen mit vielen Todesopfern.“

Das haben wir zur Kenntnis genommen und unsere Reiseroute geplant:

Tanger - Chefchauen - Quezzane- Fes - Nationalpark Jbel Tazzeka - Taza - Guercif - Midelt - Gorges du Ziz - Meski - Erfoud - Merzouga - Necissi - Tazzarine - Dra-Tal - Mhamiu - Ouarzazate - Tazenakht - Tata - Icht - Guelmim- Sidi Ifni - Tafraoute - Agadir - Essauria - Marrakesch - Et Tleta - Ouzoud - Casablanca - Rabat - Meknes - Tanger.

Jetzt sind wir gespannt, was wir alles realisieren können.

Für die Reisevorbereitung und Feinplanung wurde der Reiseführer Marokko des KNOW-HOW-Verlages 2012/2013 gekauft, mit vielen Tipps auch für Reisemobilsten. Hier sind die praktischen Tipps zu lesen. Übrigens, mit einer ähnlichen Einschätzung zur Sicherheit in Marokko wie Edith Kohlbach.

Die italienische Fähre der GRANDI NAVI VELOCI Linie bringt uns von Genua nach Tanger und zurück. Auch mit dem ADAC-Rabatt von 10% kein preiswertes Vergnügen. Aber der grobe Kostenvergleich (Maut, Diesel, Fähre nach Ceuta oder Tarifa) mit einer Anreise bis zum spanischen Algeciras geht leicht zu Gunsten der Fähre auf. Jetzt hoffen wir auf zwei entspannte Tage auf der Fähre, mit viel Zeit für eine weitere Detailplanung.

Faszination Marokko

Das Land Marokko kann man, sei es geschichtlich, kulturell, die Tradition oder die Natur, nicht so einfach beschreiben. So geht es mir im späteren Reisebericht auch um die Schönheit eines Sonnenunterganges in einer Oase der Sahara, oder das frische, satte grün der Wälder des Mittleren Atlas darzustellen. Natürlich dürfen die Königsstädte nicht fehlen, vor allen Dingen das pulsierende Marrakesch wird unsere besondere Aufmerksamkeit erfahren.

Bernd Loewe, im Januar 2012

Miniauswahl Bilder unserer Reise 2005

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