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Tozeur - 22.10.

Die Nacht am Dorfrand von Cehbika war angenehm. Allerdings bereits ab 7 Uhr tauchten etliche Toyota Allradfahrzeuge mit Touristen auf, die uns allerdings nicht störten, da wir abseits des Trubels standen. Über dem Berg zog sich eine Karawane von Menschen. Nix wie weg! Ein Stück führte die Strecke durch den Chott el Gharsa, der einen erster Eindruck dieser hier vorhandenen Salzseen vermittelte. Uns kamen vielen der bekannten Allradfahrzeuge des gleichen Typs entgegen, die Touristen aus den Hotels Tozeurs oder sonst wo her wurden zu den Attraktionen der Bergoasen gefahren. Die Beifahrerin hat immerhin 96 Fahrzeuge gezählt!

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Mit großen Schildern wurde vor die Straße überquerenden Dromedaren gewarnt, nur wo waren die Viecher? Kurze Zeit später haben wir sie gesehen, 14 Dromedare tummelten sich um ein Wasserloch oder ästen vor sich hin. Ein interessanter Anblick. Bitte nicht nachzählen, nur wenige Viecher sind auf den Bildern!

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Während der Weiterfahrt tauchten erste Sanddünen auf, die alle auf dem Kamm mit Windschutzzäunen befestigt waren, damit die Straße nicht verweht wurde. Ein erster Hauch von „richtiger“ Wüste umfing uns. Bald erreichten wir Tozeur, die alte Oasenstadt ist Mittelpunkt des Saharatourismus, das spürt man überall, sehr viele Hotels, Flugtouristen überall!

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Den Campingplatz “Ras el Ain”, in der Nähe des bekannten Hotels “Dar Cherait” haben wir ohne Probleme gefunden, gut dass das Erinnerungsvermögen des Autors von 2006 noch ungefähr die Richtung kannte.

Emmi und Bernd machten eine Fahrt mit der Kutsche für 30 TND, wir fuhren mit einem der vielen Kleintaxis für 2 TND in die Stadt und durchstreiften die Medina. Die vielen Souvenirgeschäfte, deren Inhaber uns unermüdlich herein baten, das quirlige Leben, die Menschen mal modern, mal traditionell gekleidet, die Markthalle mit Gemüse, Datteln und Fisch, alles „schmeichelte“ die Sinne.

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Irgendwann ließen wir uns in einem der vielen nur von Männern besuchten Straßencafés nieder, die weibliche Begleitung des Touristen wurde stillschweigend toleriert. Im Schatten sitzend beobachteten wir die Straße, selbst Ziegen spazierten über die belebte Straße. Beliebt scheinen Mopeds zu sein, bis zu zwei Erwachsene und zwei Kinder wurden damit transportiert. Busse, Lkws, über 30 Jahre alte Peugeots, bis hin zum Luxusschlitten, alles vorhanden. Unser Fazit, sehen ja, aber hier leben?

Auf dem Campingplatz hatten sich noch zwei Reisemobile aus Frankreich eingefunden.

Der Nachmittag diente dem relaxen, Frischwasser wurde aufgefüllt, die Toilette entleert. Das Wasser kam aus einen Brunnen, für uns Europäer als Trinkwasser nicht geeignet, wie uns der Campingplatzbesitzer warnte. Also ab sofort für das Kaffeewasser usw. Mineralwasser aus Flaschen nutzen! Das Sanitärgebäude war bescheiden, aber das Duschwasser war heiß.

Wir planten für den Abend den Besuch des Restaurants „Le Petit Prince“, das wir von 2006 in guter Erinnerung hatten.

Der junge Taxifahrer war einer von der rauhen Sorte. Er drehte das Radio des VW-Polo mit der „Bum Bum“-Musik auf, für die zarten Ohren des Autors auf beträchtliche Lautstärke, steckte sich eine Zigarette an, blinkte die Motorroller und langsamen Fahrzeuge an und sauste zum Restaurant. Was soll man für die wenigen Dinar auch schon erwarten? Auch noch gutes Benehmen? Uns war rätselhaft wie zu diesen Preisen „Hardware“ und „Software“ finanziert wurden.

Das Restaurant war kurz vor 19 Uhr noch leer, wir setzen uns an den gleichen Tisch wie vor drei Jahren. Unser Erwartungen wurden sogar übertroffen, ausgezeichnetes Essen, gute Bedienung, den Wein im Sektkühler. Das Taxi zurück war zufällig der gleiche Fahrer wie am Nachmittag, so wurden wir mit Handschlag (wir haben den Preis der Uhr von ca. 1,30 TND auf 2 TND aufgerundet) begrüßt. Im Hotel Dar Cheriait tranken wir noch einen Espresso und stellten die Bilanz des Abend auf. Für 55 TND Transfer mit dem Taxi zum Restaurant und zum Campingplatz zurück, ausgezeichnet mit leckeren Vorspeisen gegessen, im Luxushotel noch einen Kaffee geschlürft, das alles für ca. 27 Euro!

Mit Emmi und Bernd tranken wir noch ein Gläschen Wein vor ihrem Reisemobil. Der Campingplatzbesitzer kam vorbei und schnorrte ein Glas Wein, allerdings war der Mann fast bis zum Stehkragen abgefüllt und lallte uns seine deutschen Standartsprüche vor: Mein lieber Scholli, Bier auf Wein …, Lachen ist gesund, alles was schön ist, ist verboten usw. Aber den versprochenen Pfefferminztee brachte er uns dessen ungeachtet.

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