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Douiret - Ksar Ouled Debbab - Zaris - Hassi Jerbirgen - 25.10.

Am Morgen durchwanderten wir quasi allein die Ksar Douiret und staunten über die unzähligen, allerdings überwiegend verfallenen Bauten. Ein junger Mann, der zufällig vorbei kam, schloss uns die Ölmühle auf, zeigte uns die Höhlenmoschee und führte uns den Berg hinauf, das war uns ein kleines Bakisch wert. Auch hier konnte man nur über die interessante mehrstöckige Baukunst der Berber nur staunen. Hier waren sie in der damals unzugänglichen Bergwelt vor Überfällen feindlicher Stämme gut geschützt.

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Alte “Technik”, die bis heute funktioniert.

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Hier gut zu sehen, die zweistöckigen Tonnengewölbe. Oben auf dem Berg bot sich ein weiter Blick in diese herrliche Landschaft, immer wieder schön anzusehen.

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Hier wurde fleißig gebaut.

Hofft man in der Zukunft auf mehr Touristen?

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Wir stolperten durch die engen Gassen, schauten in die Ecken und tapperten den steilen Abhang wieder herunter.

Der Esel gab ein schönes Fotomotiv her, der natürlich unbedingt gestreichelt werden musste. Aber was stört es schon einem sturen tunesischen Esel, wenn die europäische Frau aus Deutschland die Hand ausstreckt!

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Die große Ziegenherde wurde von einer resoluten Frau zusammengehalten, ein freundlicher Mann melkte gerade die Ziegen. Er bot uns einen Schluck der warmen Milch an, aber dazu konnte sich keiner von uns überwinden.

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Ein Blick in den Innenbereich einer der Gewölbehäuser offenbarte Relikte aus einer anderen Zeit. 

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Unsere Begeisterung während dieser Besichtigung war durchaus euphorisch.

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Nach rund 2 ½ Stunden wurden wieder die Motoren gestartet. Weiter ging die Fahrt in die sehr touristisch renovierte Ksar Ouled Debbab, mindestens 40 Allradfahrzeuge standen auf dem Parkplatz.

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Das Restaurant war für eine Gruppe reserviert, großes Touristen abfüttern fand dort statt. Im Hof konnten einige sehr schön restaurierte Speicherhäuser besichtigt werden, weitere waren gerade in Arbeit. Die künstlichen Dromedare, noch schlimmer die Dinosaurier, „verzierten“ den schönen Ort.

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Jetzt wussten wir die wunderschönen Stunden in Douiret noch mehr zu schätzen. Mouldi rief an, die Fähre der anderen drei Reisepartner konnte Genua wegen Sturm nicht verlassen. Oh je, nur nicht an die Rückfahrt denken. Es war noch nicht klar, wann die Gruppe in der Nähe von Medenine eintraf, unseren Treffpunkt für die Weiterfahrt nach Libyen.

Unser privates „Programm“ in Tunesien war am Ende, was nun? Zunächst ein Abstecher zu Ksar Barka, aus dem 14 Jahrhundert, aber der Zerfall war für eine Besichtigung nicht einladend. Bergbauern wollte uns Ziegenkäse verkaufen, aber dankend lehnten wir ab. Im Nachhinein, warum eigentlich?

El Marsa - Zarzis - Hassi Jerbi

Kurz entschlossen fuhren wir die rund 100 Kilometer zur Küste. Der erste Ort, El Marsa war wenig einladend, ein öder Strand, ein geschlossenes Restaurant und viel Wind. Also weiter nach Zarzis, dort versprach der Reiseführer einsame Strände. Nur wo waren die? Eine längere Rast auf einer Fläche am Strand in Zarzis hat sich zwar ergeben. Da wir aber von einer jungen, ein wenig deutsch sprechenden, Frau darauf aufmerksam gemacht wurden, dieser Platz wäre zur Übernachtung nicht gut. Am Abend viele Jugendliche, keine Polizei in der Nähe, es soll auch Alkohol fließen, sie empfahl Hassi Jerbi.

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Weiter am späten Nachmittag nach Hassi Jerbi, unterhalb von Djerba, dort auch nichts zum Übernachten gefunden. Einen Polizisten gefragt, der nichts verstand, aber einen englisch sprechenden Tunesier holte, der empfahl die Hotelanlage „Oasis“ kurz vor Hassi Jerbi. Also dort hin, auf das große ummauerte Hotelgelände durften wir nicht, aber am nahen Strand war eine große fast waagerechte Fläche. Was will man mehr, ein ruhiger Stellplatz fern von der Straße mit Meerblick! Der heftige Wind wird doch hoffentlich in der Nacht nachlassen? 

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Medenine - Metameur - 26.10

Das war nicht der Fall. Die Nacht war mit einem deutlich Geräuschpegel versehen, die Brandung war deutlich zu hören, der Wind pfiff um die Dachluken. Aber das gleichmäßige Geräusch der Brandung brummelte uns gut in den Schlaf.

Nach einem „Hausputz“ wurden die Vorräte in Zarzis ergänzt. Nach einigen sonnigen Stunden fuhren wir nach Metameur, am späten Nachmittag trafen die restlichen drei Reiseteilnehmer unserer Libyentour ein. Da die Fähre sich um einen Tag verspätet hatte, sind die drei Reisemobile die rund 500 Kilometer von Tunis durchgefahren.

 Mouldi hat für diese Übernachtung den Innenhof einer alten Speicherburg (Ksar) vorgesehen. Für einige Reiseteilnehmer gab es Couscous, einige kochten selbst. Danach fand ein erster Austausch statt. Da es leicht anfing zu regnen wurden bald die Reisemobile aufgesucht, denn bereits um 7 Uhr am nächsten Morgen war die Weiterfahrt nach Libyen geplant.

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