Banner_2_Reisemobil-fahren.de

Chenini - Douiret - 24.10.

Nach einer äußerst ruhigen, aber frischen Nacht, mit einer Absenkung der Temperatur um ca. 17 Grad auf kühle 8 Grad, rollten unsere Reisemobile über die Sandpiste wieder zurück zur befestigten Straße, natürlich nicht ohne Fotostopps. Heute hatten wir eine längere Strecke vor uns, zunächst nach Douz und Matmata.

IMG_0003

Eine schöne Wüstenlandschaft mit vielen Sanddünen zog vor unseren Augen vorbei, wunderbar die abwechslungsreiche Gegend.

Noch mal Geld getauscht in einer Wechselstube zum offiziellen Bankkurs, nur 2 Dinar Gebühr wurde berechnet. Ein Teil des Geldes wurde an der nächsten Tankstelle für den „guten“ 50er Diesel ausgegeben.

IMG_0022
IMG_0008
P1010203
IMG_0014

Mit dem Eselskarren durch die Wüste. Daheim der PS-Wahn, hier ein ganz anderer Lebensrhythmus!

IMG_0020
IMG_0018
IMG_0029
P1010243
IMG_0032
IMG_0037

Kurze Pause, ein Falke wurde gerade vorgeführt.

IMG_0039

Anschließend kröpfte er ein Stück Hühnchen. Vielleicht gackerten deshalb die noch lebenden Hühner so aufgeregt?

IMG_0034
P1010217

Der Teestopp in einer Art Raststätte (umgewandelte Höhlenwohnungen) war unterhaltsam. Das schöne bunte Tonzeug wurde von uns als Made in China belästert, was natürlich nicht stimmte. Nett gemacht die Anlage, aber uns zog es weiter.

IMG_0033
IMG_0044

Die Gegend mit den Höhlenwohnungen im Dahar-Gebirge wird allgemein Matmata genannt und liegt in einer von der Sonne verbrannten Trichterlandschaft, die einen atemberaubenden Eindruck bietet. 

Einige Familien leben noch immer in Höhlenwohnungen, die zum Teil in die Bergwände hinein gebaut wurden. Im Winter warm und im Sommer angenehm kühl bieten sie ihren Bewohnern einen hervorragenden Schutz.

Die Landschaft Matmatas besteht aus stark verwitterten kegelförmigen Hügeln, die von engen Schluchten durchzogen werden, in denen hier und da ein paar Oliven- und Feigenbäume wachsen.

IMG_0045 IMG_0046
IMG_0047 IMG_0049
IMG_0050
P1010227

Die berühmten Trichterwohnungen konnten wir hier in der touristischen Ausführung von außen besichtigen, zum Teil als Hotel genutzt. Tunesien, und besonders der Süden des Landes, dienten viele Male als Kulisse für Hollywoodfilme. Der Regisseur Steven Spielberg hat diese Landschaft für seine berühmte Filmtrilogie "Krieg der Sterne" und für den Film "Indiana Jones" genutzt.

Diese “Höhlenwohnung” diente als Unterkunft für die Esel.

Unsere Fahrt ging über Medenine nach Tataouine, von dort über Chenini nach Douiret.

Die Landschaft faszinierte, Bergketten, Blick über das weite Land zur Küste.

IMG_0051
IMG_0053
IMG_0055
IMG_0057

Ein kurzer Stopp in Chenini, sofort wurden wir von halbwüchsigen Jungen belagert, die sich als Führer anbiederten. Einer wollte drei Euromünzen in Dinar tauschen, dazu haben wir uns erweichen lassen. Ali hoffte auf ein Wiedersehen am nächsten Tag, er wollte uns eine bewohnte Höhlenwohnung „seiner Familie“ zeigen, wie er auf deutsch radebrechte. Chenini ist ein steil an den Hängen klebendes Berberdorf, was zum Teil noch bewohnt wird, denn so kann man gut von den vielen Touristen leben.

IMG_0067
IMG_0060
IMG_0062
IMG_0068

Aber unser Ziel war das Speicherdorf in dem 20 Kilometer entfernten Douiret, was wir mit der untergehenden Sonne gegen 17:30 Uhr erreichten. Grundsätzlich ähnelt sich dieses Berberdorf in der Struktur mit Chenini, ist aber bei weitem nicht so touristisch.

Unser ruhiger Übernachtungsplatz auf der halben Höhe des alten Dorfes ließ einen weiten Blick über das Tal zu. Ein herrlicher Anblick in die karge, aber dennoch schöne Berglandschaft in der Abendsonne. Die lange Fahrt hat sich gelohnt!

Das kleine Höhlenhotel hat sogar einige Gäste gehabt, aber wir hatten ja unsere „Betten auf Rädern“ dabei.

IMG_0075

Es erheben sich ockerfarbene, kahle Berge, die bis zu 700 Meter Höhe erreichen.

Kegelförmige Hügel werden von engen Schluchten, in denen Öl- und Feigenbäume, Gerste und einige wenige Palmen wachsen, tief durchtrennt.

Die Bilder sprechen für sich!

IMG_0073
IMG_0076 IMG_0077
P1010289
P1010282 IMG_0082
P1010290
P1010294 P1010303

Ein kurzer Schreck, zunächst hieß es, im Höhlenrestaurant wäre für uns kein Essen möglich, da wir nicht reserviert hatten. Aber auf Nachfrage konnten wir ein Menü für 10 TND pro Person doch einnehmen. Mineralwasser, Vorspeisen, Salat, Brot, Nudeln mit (sehr wenig) Fleisch, zum Nachtisch eine tunesische Süßspeise und den obligatorischen Tee. Die Atmosphäre in den Raum war herrlich, das Essen für den Preis von ca. 5 Euro war nicht umwerfend, aber fast schon nebensächlich.

Nach oben

Weiter

Zurück

 

Zurück zur Übersicht Reiseberichte Deutschland - Europa - Welt