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Sbeitla - 20.10. Nach einer angenehmen Nachtruhe inmitten der Natur wurden wir zunächst mit frisch gebackenen Fladenbrot von Mouldis Schwägerin verwöhnt. Später holte uns Mouldi ab und lotste uns über Bou Arada auf die Route Richtung Sbeitla. Emmi und Bernd fuhren nach Dougga, das wir bereits vor drei Jahren besichtigt hatten. |
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Unser „BIG GRASSHOPPER“ bewegte sich gemächlich durch die abwechslungsreiche Landschaft Zentraltunesiens, vorbei an den Ausläufern des Hohen Tell. Der Weg führte uns über Gaafour, Silliana, Makthar, Rouhi nach Sbeitla. Mouldis Tipp zur Übernachtungen lag auf einem Parkplatz unweit der Ausgrabungsstätte, die wir allen Hobby-Archäologen natürlich ans Herz legen wollen. Wir haben auf die Besichtigung dieser schon oft in ähnlicher Form gesehenen römischen Steine verzichtet und nur von außen einen Blick in die parkähnliche Anlage riskiert. |
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Das antike römische Sufetula war einst ein wichtiger Verkehrswegeknotenpunkt der Provinz Afrika. Neben den obligatorischen Thermen, Torbögen, Tempeln und Theater sind interessante Details zu sehen, wie antike Ölpressen. Auch hier ist ein Kapitolstempel das schönste Bauwerk. Der Parkplatz des Restaurant „La Capitole“ war kostenlos, allerdings tauchten einige Tunesier auf, die 5 oder 10 Dinar für die Übernachtung verlangten. Dafür wollten sie auf das Reisemobil aufpassen. Einer bot „echte“ antike Münzen an, ein Anderer auch das „echte“ Öllämpchen, verschwörerisch aus dem Papier gewickelt. Der nächste wollte 10 Euro in TND getauscht haben, natürlich nicht zum Bankkurs. Natürlich „musste“ die bessere Hälfte einen Schmuckshop besuchen, aber es war „zufällig“ nichts passendes dabei. Das ist halt an den Touristenattraktionen so, da muss man standhaft bleiben, auch die Beteuerung der kranken Mutter nicht Glauben schenken, dann trollen sich die Figuren bald. Unser Nachmittag bei angenehmen Temperaturen mit gut 20 Grad war der Körperreinigung gewidmet, der Warmwassserboiler wurde in Betrieb gesetzt. Begleitet war der „Akt der Reinigung“ durch den Gesang des Muezzin, der wahrscheinlich per CD seine Gläubigen zum Gebet gerufen hat. Ein anschließender Spaziergang durch den Ort brachte nur die Erkenntnis, hier möchte man nicht auf Dauer leben. Müll überall, Bürgersteige mal gut, mal Löcher, Geschäfte ja, aber durchweg ein leicht chaotischer Eindruck. Aber vielleicht war unser Wahrnehmungsvermögen noch zu Europäisch eingestellt. |
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Emi und Bernd tauchten auch bald auf, sie waren von der Ausgrabungsstätte Dugga begeistert. Muldis Tipp einen bestimmten deutschsprachigen Führer Namens Hedi zu suchen, war ein Volltreffer. Gemeinsam verzehrten wir unsere Stellplatzgebühr im Restaurant „La Capitole“, wenn auch nicht gerade Spitze, aber solide und preiswert. Um die 30 TND (ca. 15 Euro) für zwei kleine tunesische Fischgerichte mit einer Flasche tunesischen Wein und zwei Espresso. Vielleicht hatte sich das herumgesprochen, es kamen keine Eintreiber von Parkgebühren mehr zu uns. Die am Abend eingetroffene Gruppe mit 8 Hummer Allradfahrzeugen (die absolut teuerste Möglichkeit Allrad zu fahren) aus Cz war ruhig. Der Straßenverkehr hielt sich nachts in Grenzen, setzte allerdings in der Frühe wieder ein. Eine Geräuschkulisse wie auf einem deutschen Autobahnparkplatz.
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