Banner_2_Reisemobil-fahren.de

Awinat - Sebha 07.11.

Heute wieder ein Fahrtag mit 432 Kilometern auf zum Teil sehr schlechten Straßen. Kurz vor dem Ziel qualmte plötzlich ein Reifen des Mobils vor uns, eine deftige Reifenpanne, der Reifen war total zerstört. Mouldi entgleisten ein wenig die Gesichtszüge, als er wahrnahm, dieses Fahrzeug hatte keinen Ersatzreifen mit. Ich konnte nicht aushelfen, trotz der zwei mitgeführten (nicht gebrauchten) Reserveräder, die Reifengröße passte nicht. Gut dass das Reserverad eines Mitreisenden passte, das er freundlicherweise auslieh, obwohl er dafür unter sein Fahrzeug kriechen musste.

P1140092

Der heutige Campingplatz in Sebha war nur noch wenige Kilometer entfernt. Insofern hat der leichtsinnige Mobilist Glück gehabt, nicht Hunderte von Kilometern vom nächsten Ort entfernt ist die Panne passiert.

Mouldi konnte daher innerhalb weniger Stunden einen neuen Reifen der tragfähigen Transporter C-Klasse fix und fertig aufgezogen organisieren. Nur die Reifenmarke (Made in China) und das Gummiventil befriedigte den Betroffenen nicht. Er moserte zunächst herum, wollte das geliehene Reserverad weiter fahren. Erst nach längerem hin und her wurde der neue Reifen montiert. Mouldi wollte ihm sogar das Geld zurückgeben, wenn der Reifen nicht bis Tunis hält.

Natürlich hat der Reifen samt Ventil die restliche Reise gehalten. Irgendwie konnten die meisten Mitreisenden nicht so recht Verständnis für die Situation aufbringen, soll er doch einen Ersatzreifen mitnehmen! Aber wie meinte er später am Abend, als wir zusammen saßen, gut das wir eine Gruppe sind, da wird einem geholfen... na, denn war ja alles gut?

Hier folgen Bilder des heutigen Tages, sie alle während der Fahrt entstanden und einen Eindruck solch eines Fahrtages vermitteln. Neben den schlechten Straßen auch sehr gute, Baustellen zeugten von demnächst weiteren guten Straßen.

P1140095 P1140096
P1140097
P1140101
P1140104
P1140105
P1140107
P1140109
P1140111
P1140122
P1140125
P1140139

Gesehen haben wir immer wieder die typischen weißen barackenähnlichen Betonbauten, aber auch Bruchhütten.

In Libyen herrscht derzeit überall eine rege Bautätigkeit, die staatlich gelenkt durchgeführt wird. Warum? Oberst Gaddafi feiert den 40. Jahrestag seiner Machtergreifung und schenkt seinen Landsleuten neue Unterkünfte.

Die Satellitenstädte entstehen unverständlicherweise oft eng geplant an den Ortsrändern oder auch in der Wüste. Grundstücksmangel kann nicht der Grund gewesen sein. Wer soll dort einziehen, haben wir uns gefragt? 

P1140142 P1140116
P1140128

Die Landschaft hat sich stetig verändert, Berge und etwas Grün wurde dem Kameraobjektiv geboten.

Nach der Bewältigung der Montage eines Ersatzrades, was Mouldi von einem anderen Reisemobil ausgeliehen hatte, errichten wir das nette Camp in Sheba, das wir bereits am 31. Oktober angefahren sind.

P1130303

Das Restaurant „Oasis Fazzan“ eines Syrers auf dem Campingplatz verpflegte nur uns und unsere Begleiter mit einem Menü für schlichte 8 Dinar pro Person, allerdings war das Essen auch schlicht. Aber einige größere Gruppen waren anwesend, das Restaurant war daher gut besucht.

Mouldi übersetze unserer libyschen Begleitung einige Umweltstandpunkte aus Deutschland. Spätestens bei der Beschreibung eines Automaten, der Pfandgeld für Plastikflachen auswirft, hörte das Staunen der Libyer nicht auf. Aber vielleicht bleibt auch in Erinnerung, die Plastikflaschen in der Natur zieren diese an die 100 Jahre. Denn Ortschaften erkennt man auch hier in der Regel an dem Müllgürtel, den diese umgeben, auch wenn sich schon einiges gebessert haben soll.

P1140149
P1140160
P1140164

Der ganz nett angelegte Campingplatz verfügt sogar über einen kleinen Zoo, der am nächsten Morgen kurz besichtigt wurde.

Neben den Straussen war ein kleiner weißer Wüstenfuchs zu sehen. .

P1140165 P1140171
P1130300

Nach oben

Weiter

Zurück

 

Zurück zur Übersicht Reiseberichte Deutschland - Europa - Welt