Banner_2_Reisemobil-fahren.de

2.Tag Sonntag Shanghai

Gegen 18 Uhr erkundeten wir die Promenade des Huangqu, die rechtzeitig zur Expo neu erbaut wurde, auch bekannt als „The Bund“.

Hier stehen auch imposante europäische Gebäude, obwohl sie an die Zeit imperialistischer Herrschaft erinnern, ist Shanghai stolz auf diese Gebäude und um deren Erhaltung bemüht.

Den Blick auf Pudong auf der anderen Seite des Flusses mit dem imposanten Fernsehturm und einer Skyline von architektonisch zum Teil futuristischen Hochhäusern, genossen wir mit Tausenden von Chinesen. Der 468 Meter hohe Fernsehturm lockt auch viele Besucher.

P1000287

Noch vor rund 15 Jahren war dieses Gebiet unbebautes Sumpfland, was sich heute bereits rächt, der Boden senkt sich ein wenig ab. In der Planung ist ein weiterer Turm mit 632 Meter Höhe. Gigantismus pur, die Chinesen wollen beweisen, das sie international mithalten können.

P1000285
P1000283
P1000298a P1000292b
P1000295

Unser sehr sympathischer örtlicher Reiseleiter in Shanghai hieß Wang, ein studierter Germanist. Nach einer schlecht bezahlten Zeit als Lehrer, hat sich der jugendliche 54-jährige dem Tourismus zugewandt.

Obwohl er nie in Deutschland war, beeindruckte der belesene Wang mit vielen Detailkenntnissen über Deutschland, von Zitaten, bis hin zu Ortskenntnissen. Drosselgasse, Köhlbrandbrücke, Elbtunnel, Ruhrgebiet ... und vieles mehr.

P1000297 P1000292a
P1000298b

Es wimmelt nur von Menschen am Sonntagabend, herrliches Wetter und viele lachende Gesichter. Touristen, Touristen, Touristen ...

Irgendwie war war dieser erste Eindruck überwältigend. Eine gewisse Ausgelassenheit überkam auch uns “Langnasen”, wie wir Europär freundlich gemeint hier genannt werden.

Die Chinesen sind mindestens einem Gebiet Weltmeister, im Fotografieren. Überall standen die Menschen in Positur, das Siegeszeichen gen Himmel gezeigt, eine friedliche Stimmung. Und weiter ging es.

P1000299

Das flanieren vorbei an den internationalen Angeboten in den Schaufenstern scheint eine weitere Lieblingsbeschäftigung der Chinesen zu sein.

Das Abendessen wurde in einem touristischen Restaurant eingenommen. Blitzschnell war das Essen in vielen Schüsseln serviert. Einige verzweifelte Versuche mit Stäbchen zu essen amüsierten, aber es lag auch eine Gabel bereit.

Schön am runden Tisch mit dem typischen Drehkarussell verspeisten wir das dargebotene. Na ja, so mehr oder weniger Imbissqualität, aber ganz ordentlich. Das Döschen chinesisches Bier zum Essen wirft einem nicht um, nur 3,6 % Alkohol. Sogar zwei Kügelchen Eis wurden serviert.

P1000301

Es schloss sich eine fakultative „Lichterfahrt“ mit dem Bus durch Shanghai an. Zur Expo ist die Stadt besonders illuminiert. Straßen, Brücken, selbst die Bäume und viele Hochhäuser erstrahlten in den unterschiedlichsten Farben. Mehrere Stopps an besonders bedruckenden Gebäuden und im Geschäftsbezirk Pudong am Fernsehturm rundete den Eindruck dieser Farbenpracht ab.

P1000310 P1000306
P1000313
P1000317

Auf dem Fluß Huangpu herrschte auch am Abend reges Treiben.

Das Lichtermeer war beeindruckend, China zeigt auch hier wozu es in der Lage ist. 

Allerdings auch ein Zeichen von Verschwendung. Zu erfahren war, für die Zeit nach der Expo wird bereits an Sparplänen gearbeitet.

Ein Restaurantschiff mit Drachen am Bug erregte Aufmerksamkeit.

P1000304
P1000321

Zum Abschluss kurzer Bummel durch den Stadtteil Luwan, mit vielen Restaurants, Bars und sogar ein Paulanerlokal. Die älteren Häuser sind alle hervorragend restauriert. Vorbei an einer „Kultstätte, dem Gründungsort der kommunistischen Partei Chinas, wo am 1. Juli 1921 u.a. der junge Mao Zedong mit am Tisch saß.

Kurz nach 22 Uhr war der Bus wieder am Hotel, schnell noch in ein Lädchen nebenan, zwei Flaschen Bier 620 ml und zwei 0,5 Wasser kosteten 11 Yuan des Renminbi (Volksgeld), etwa 1,40 Euro. 

Noch oben

Zurück

Weiter

 

Zurück zur Übersicht Reiseberichte Deutschland - Europa - Welt